Gedanken zu später Stunde

Nach einem langen Tag und einer Folge der Lieblingsserie gehe ich noch einmal auf den Balkon.
Es ist der perfekte Sommerabend.
Die Temperatur ist angenehm. Der Himmel ist ohne eine einzige Wolke.
Die ersten Sternen sind zu erkennen.
Es liegt ein Grillduft in der Luft.
Ab und zu hör ich einen Zug vorbei fahren.
Bereits als ich den Schritt auf den Balkon wage, spüre ich eine spezielle Atmosphäre.
Ich lehne mich am Geländer an und schaue in den Himmel.
Ich bewundere den Himmel, die Sterne, die Stimmung.
Ich bin dankbar. Für den tollen Tag. Die tolle Firma. Die tollen Freunde. Die tolle Wohnung.
Ich bin glücklich.
Ich setze mich auf meinen neuen Sessel und merke, wie mich Traurigkeit überkommt.
Ich denke an Menschen, die ich die letzten dreieinhalb Jahre kennengelernt habe. Wie sie in mein Leben getreten und meist relativ rasch wieder verschwunden sind.
Ich denke daran, was ich habe.
Ich bin dankbar.
Ich bin glücklich.

Und doch fehlt mir etwas.

Es ist die Liebe. Die Eine.

Und immer wieder frage ich mich deswegen: Bin ich undankbar? Weil trotz dem glücklich-sein immer noch ein Aber gibt?